Ich hatte immer mal vor, dieses Buch zu lesen, jetzt habe ich die fast 1100 Seiten durch und bin absolut begeistert. Wer bisher nur die TV-Verfilmung kannte, sollte unbedingt den Roman lesen, denn der Film ist nur eine nette, kleine Version der Vorlage, dafür aber nicht schlecht. Doch das Buch ist düsterer, brutaler und deutlich umfangreicher. Stephen King konzentriert sich sehr auf seine Charaktere, das Buch ähnelt weithin seinen Dramen und sollte auch nicht in erster Linie als reiner Horror gesehen werden. Das unwohle Gefühl, das das Buch einem im Magen hervorruft, kommt auch häufig eher von der düsteren Atmosphäre, weniger von den schrecklichen Erscheinungen des Monsters, die es aber auch in sich haben.

In Derry sterben Kinder, wieder einmal. Mike weiß, dass Es zurück ist, ein uraltes Monster, das alle 30 Jahre aus der Kanalisation kommt und in vielen Gestalten, in erster Linie in der des Clowns Pennywise, die Kinder entführt und brutal tötet. Vor 30 Jahren meinten Mike und seine Freunde, Es getötet zu haben, doch jetzt müssen sie in ihre Heimatstadt zurück kehren, um ihr Werk zu vollenden. Doch fehlt ihnen nicht die Macht, die sie als Kinder noch hatten? Und werden alle an ihrem Versprechen festhalten, wenn langsam die verdrängten Erinnerungen an die grauenvollen Ereignisse vor 30 Jahren zurück kommen?

Stephen King hat mit “Es” wirklich ein Meisterwerk geschrieben, es mag einem an vielen Stellen etwas lang erscheinen, aber Kings tiefgehende Informationen zur Vergangenheit der Stadt und der detaillierten Beschreibungen des Lebens der Hauptpersonen gehört einfach zum Gesamtwerk dazu. Ich persönlich finde es krass, dass das Buch auch bei mir noch so manche Gänsehaut hervorgerufen hat, wie es heute noch viele erzählen, die das Buch gelesen haben, als es damals herauskam.

Angeblich plant man derzeit eine Neuverfilmung fürs Kino, ich bin ziemlich gespannt, wie die wird, da man sich noch mehr an die Vorlage halten will. Das könnte das Horrorgenre echt neu definieren.

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