“Timeline” - Zeitreise ins Mittelalter
Science-Fiction |
14. März 2009 7:00 Uhr |
Pau |

Michael Crichton war immer einer meiner Lieblingsautoren, seine Romane waren immer eine gelungene Mischung aus erfundener und realer Technik. Neben “DinoPark” war “Timeline” immer eins meiner Lieblingsbücher. Gerade die Tatsache, dass Crichton einem hier sehr logisch klingend erklärt, wie man mittels Nanotechnologie durch die Zeit reisen kann und das ganze mit einem äußerst spannenden Abenteuer im Mittelalter kombiniert, ist ein wirklich kluger Schachzug. Und natürlich widmet auch dieser Zeitreisenroman sich der Frage, ob sich die Vergangenheit verändern lässt.
Als bei Ausgrabungen an einer mittelalterlichen Burg ein Professor verschwindet und seine jungen Archäologen in den Ruinen plötzlich einen uralte Hilferuf des Professors finden, verstehen sie die Welt nicht mehr. Doch sie finden heraus, dass der Professor bei der Firma ITC Teil eines Experiments mit Zeitreisen geworden ist. Um ihn zurück zu holen, lassen sie sich ebenfalls in das Jahr 1357 zurückbringen, nur um dort ebenfalls den Kontakt zu verlieren. Es gibt eine weitere Chance, zurück in die richtige Zeit zu kommen, doch die Archäologen müssen außerdem noch den Professor finden und in einer Zeit überleben, in der ein Menschenleben sehr leicht einem Schwert zum Opfer fallen kann…
Wer jetzt gleich an die schreckliche Verfilmung denkt, sollte den Gedanken gleich streichen und unbedingt das Buch lesen, denn das ist unglaublich spannend. Schon die Fragen am Anfang, wie eine Person der Gegenwart plötzlich Nachrichten in der Vergangenheit schreiben kann, die Beschreibung und Erklärung der technischen Möglichkeiten zur Zeitreise bei ITC und die spannende, mitoft schon fast gruselige Abenteuergeschichte im Mittelalter machen den Roman zu einem absoluten Highlight. Wer Bücher von Michael Crichton mag und generell auf Zeitreisen und Mittelaltergeschichten steht, darf diesen Roman auf keinen Fall verpassen.



3 Kommentare | Einen eigenen Kommentar schreiben
Ja, er war ein ganz heller Kopf. Ich habe ihn erst vor kurzem entdeckt, mit “Prey”, und war schon gespannt auf sein nächstes Buch. Dass er gestorben ist, hat mich echt berührt.
Das Tolle an “Prey” (deutsch glaube ich “Die Beute”) fand ich, dass man so viel über Nanotechnologie gelernt hat, und das Ganze auf sehr spannende Weise. Timeline ist also auch heute noch lesenswert/technologisch aktuell?
17.03.09 11:48 Uhr | | Nach oben
Wenn manwirklich Ahnung von Nanotechnologie hat, war das sicher schon immer irgendwie unrealistisch, aber es liest sich halt sehr überzeugend wie auch bei “Beute”. Der Unterhaltungsfaktor dürfte heute daher sicher nicht geringer sein.
17.03.09 13:27 Uhr | | Nach oben
Finde auch Crichton zu überbewertet, aber es scheint auch irgendwie, dass ich eine negative Einstellung zu den ganz bekannten Autoren, die Historik und Roman miteinander verbinden, habe.
Sein “Timeline” ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert, da es wirklich gut eine Geschichte erzählt, die spannend ist, die Zeit von damals wiederzugeben scheint und dabei noch interessante Fakten widergibt.
Zwar empfinde ich die grobe Geschichte auch sehr “Popcorn” lastig, aber er schafft es wirklich den Leser einzufangen und ihn bei dem Buch zu halten, so ging es mir zumindest. Es ist recht kurzweilig, da sein Schreibstil hier sehr flüssig ist, zumindest bei mir war das der Fall.
28.03.09 14:01 Uhr | | Nach oben
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