“DinoPark” - Michael Crichtons Geniestreich!
Horror, Science-Fiction |
24. Januar 2009 10:43 Uhr |
Pau |

Mit Bedauern habe ich letztes Jahr aufgenommen, dass Michael Crichton, einer meiner Lieblingsautoren, von uns gegangen ist. Dass nicht nur “DinoPark”, die Vorlage zum Film “Jurassic Park”, sondern auch die Romane zu “Sphere”, “Congo”, “Timeline”, “Enthüllung”, “Die Wiege der Sonne” oder “Der 13. Krieger” aus seiner Feder stammen, ist vielen vermutlich nicht so bekannt. Aber ich will hier mit “DinoPark” einem meiner absoluten Lieblingsbücher Tribut zollen, die Verfilmung war sicher ein Meilenstein, aber das Buch ist noch um Längen besser, wobei ich gerade feststellen musste, dass es bei uns jetzt auch unter “Jurassic Park” läuft und ein schreckliches Cover bekommen hat.
John Hammond hat auf einer Insel Dinosaurier geklont und will einen Vergnügungspark eröffnen. Um das Risiko abzuschätzen holt er Experten wie den Mathematiker Ian Malcolm und den Paläontologen Dr. Alan Grant auf das Anwesen. Nach anfänglicher Begeisterung äußern diese jedoch immer mehr Skepsis gegenüber dem Unternehmen, welche sich auch schnell als berechtigt erweist. Nach einem Stromausfall können die Saurier ihre Gehege verlassen und für die Besucher der Insel beginnt eine Jagd um Leben und Tod.
Die Story ist natürlich jedem bekannt, aber als ich letztes Jahr mal wieder das Buch gelesen habe, war ich wieder verblüfft, wie wenig der Film doch zeigt und wie sehr er für das Popcornkino aufbereitet wurde. Der Roman geht deutlich mehr auf die technischen Hintergründe ein, er bringt mehr zum Ausdruck, was Malcolm mit der Chaostheorie meint und er bietet viel mehr Action und Artenvielfalt unter den Sauriern, was sicher auch daran liegt, dass die Geschichte so technisch gar nicht umsetzbar war zu der Zeit, ich denke da bespielsweise an die Flucht vor dem T-Rex auf dem Fluss.
Wer den Film mochte, dem kann ich daher nur empfehlen, sich auf jeden Fall das Buch zu besorgen, es ist wirklich sehr informativ und spannend geschrieben und bietet quasi eine tolle verlängerte Fassung zum Kinofilm. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich dieses Buch inzwischen schon gelesen habe.



2 Kommentare | Einen eigenen Kommentar schreiben
Für mich war “Jurassic Park” immer ein Abklatsch von Sir Arthur Conan Doyles
“Lost World”, besonders der Film glänzte durch die viel zu vielen Parallelen. Aber als ich mir die Rezension zur Buchvorlage durchgelesen habe, stelle ich Fest, dass es hier in eine andere Richtung gearbeitet wurde, deshalb werde ich mir das Buch näher anschauen.
Ohne die Rezension hätte ichs vielleicht gar nicht getan
10.02.09 07:32 Uhr | | Nach oben
Ich kann das Buch auch allen empfehlen, die den Film mochten. Ebenfalls die Fortsetzung, “Vergessene Welt: Jurassic Park”, die ich gerade nochmal gelesen habe. Das zweite Buch hat auch noch viel weniger mit dem Film zu tun als das erste und es versucht auch teilweise wieder, verschwörerische Theorien über das Aussterben aufzustellen. Lohnt sich aber auf jeden Fall für alle, die die Filme oder generell Dinosausrier mögen.
20.02.09 14:35 Uhr | | Nach oben
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