Cornelia Funkes “Tintenwelt”, Nr 1: “Tintenherz”
Fantasy |
14. Januar 2009 13:33 Uhr |
Pau |

Aktuell läuft die erste Verfilmung der Fantasyreihe von Cornelia Funke bei uns im Kino und sie ist absolut enttäuschend. Wobei ich sagen muss, dass mich das erste Buch auch nicht wirklich beeindruckt hat. Die Grundidee ist nicht schlecht, aber ansonsten stolpert der Roman noch etwas unsicher durch die Gegend. Zu wenig Charaktertiefe, zu wenig interessante Orte, zu wenig Fantasy. “Tintenherz” ist eine Einleitung, mehr leider nicht.
Mo repariert Bücher. Als er jedoch Besuch von Staubfinger bekommt, flieht er mit seiner Tochter Meggie. Denn was diese noch nicht weiß, Mo hat Staubfinger aus einem Buch herausgelesen und neben dem Feuerschlucker noch einige andere böse Gesellen, die lieber in dem Buch geblieben wären. Während Staubfinger nur in seine Welt zurück möchte, wollen Bösewicht Capricorn und sein Handlanger Basta Mos Fertigkeiten nutzen, um ihre Macht in unserer Welt auszubreiten…
Ich kann nicht mal genau sagen, warum mich das erste Buch nicht gefesselt hat, aber vermutlich hatte ich einen Fantasyroman erwartet und da der erste Roman nur von dieser fantastischen Welt erzählt, aber nicht in ihr spielt, fehlt einfach etwas. Außerdem wirkt es halt etwas langweilig, wenn die Leute in regelmäßigen Abständen aus Capricorns Dorf fliehen, nur um wieder dorthin zurück zu kommen. Hier hätte man vermutlich mehr Abwechslung bringen können. Der Stil wirkt hier zudem noch so, als würde Funke noch gar nicht genau wissen, was sie will und wohin sie will. Die Geschichte will einfach nicht richtig fließen, außerdem ist sie recht gradlinig, wirklich große Überraschungen gibt es nicht.
Schockierend ist daher schon, dass die wenige Handlung in der Verfilmung mit jeder Menge Kürzungen, Änderungen und Logikfehlern so kaputt gemacht wurde, dass einem die Handlung im Buch gleich deutlich besser vorkommt. Auch sind die Charaktere irgendwie nicht gut besetzt, selbst Brendan Fraser, der der Autorin immer als Vorlage für Mo gedient hatte, will noch nicht ganz ins Bild passen.
Und doch kann ich sagen, diese Einleitung lohnt sich schon alleine deshalb, weil die beiden Fortsetzungen wirklich Spaß machen. Das Konzept des Schreibens sowie Herein- und Herauslesens wird dann um einiges komplizierter…



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